Ortsmitte Martinsried

 

05.01.2012

Der Münchner Merkur hat zum Jahreswechsel (MM 31.12. 2011) die Bürgermeister(innen) des Würmtals nach ihrem

"Unwort des Jahres 2011"

Die Bürgermeisterin von Krailling, Frau Christine Borst, gab treffend zur Antwort:

"Mein Unwort des Jahres wäre
"die Bürger mitnehmen",
weil das von vielen so oft betont,
aber nicht vollzogen wird."

Die Bürgerinitiative Martinsried beobachtet anerkennend die vorbildlich praktizierte Bürgerbeteiligung der Ortsentwicklung in Krailling.

Niemand spricht so viel von der "Beteiligung der Bürgerinnnen und Bürger von Martinsried" wie die Bürgermeisterin von Planegg, Frau Annemarie Detsch. Siehe Münchner Merkur 31.12.2011 und SZ 29.12.2011.

Die Realität in Planegg hingegen sieht anders aus:

Keine praktizierte Bürgerbeteiligung beim Martinsrieder Verkehrskonzept, was bereits beschlossen ist

Keine praktizierte Bürgerbeteiligung bei der Planung der U-Bahn incl. Park&Ride-Anlage in Martinsried

Keine praktizierte Bürgerbeteiligung zur Planung der Ortsmitte von Martinsried:


Laut Gemeinderatssitzung vom 27.10.2011 arbeiten im Bauamt Planegg bereits seit September 2011 ca. fünf verschiedene Arbeitsgruppen mit je einem Städteplaner an fünf verschiedenen Aufgaben zur Ortsmitte Martinsried. Unter Einsparung eines Städteplanerwettbewerbs und alles hinter verschlossenen Türen.

 

22.12.2011

Ortsmitten - und Verkehrsplanung Martinsried - Bürgerbeteiligung

Die Bürgerinitiative Martinsried begrüßt die Entscheidung der Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch, sich aus Dringlichkeitsgründen im kommenden Jahr zuerst auf die Ortsentwicklung Martinsried zu konzentrieren. Schließlich erwartet Martinsried eine enorme Entwicklung mit zukünftigen ca. 13.000 Studenten und Angestellten an der erweiterten Universität zusätzlich zu den ca. 10.000 Pendlern, die schon jetzt täglich nach Martinsried fahren.

Wir sind vom Bauamt Planegg informiert worden, dass bereits seit Monaten verschiedene Arbeitsgruppen des Planegger Bauamts im Auftrag der Bürgermeisterin intensiv und ohne Bürgerbeteiligung an der Ortsmittenplanung arbeiten. Sie arbeiten mit einigen Planungsbüros zusammen, die hinter verschlossenen Türen nur von Frau Annemarie Detsch und der Verwaltung ausgesucht und beauftragt wurden.

Zum Vergleich: Beim S-Bahnhof-Areal in Planegg, das bei weiten nicht so eine enorme Dringlichkeit wie die Ortsentwicklung Martinsried aufweist, wurde zuerst wie allgemein üblich ein internationaler Städteplanerwettbewerb eingeleitet, der laut Aussagen der Bürgermeisterin und der Gemeinderäte von Planegg "Qualität und eine Vielzahl von Ideen" brachte, aus denen man dann "die besten drei Vorschläge" öffentlich aussuchen und prämieren konnte. Bürgerbeteiligung fand hier gleich zu Anfang statt.

Wir fragen also: Warum die Planung des S-Bahnhof Planegg von Öffentlichkeit und Qualität gekennzeichnet ist, während man in Martinsried auf den Ideenwettbewerb, der auch hier die professionelle Qualität bringen könnte , und auch auf Öffentlichkeit verzichtet?

Warum werden hier ohne jegliche Bürgerbeteiligung und still und leise hinter verschlossenen Türen und nur mit von der Bürgermeisterin und der Verwaltung bevorzugten Planungsbüros Planungen erstellt?

Zwar ist den Martinsrieder Bürgerinnen und Bürgern "Bürgerbeteiligung" später in der so genannten "Programmwerkstatt" der Gemeinde versprochen worden. Bürgerbeteiligung wurde uns auch von Frau Detsch im "Lenkungskreis" und bei der Entstehung des "Martinsrieder Verkehrskonzepts" versprochen. Jedes Mal wurden wir jedoch schwer enttäuscht. Die kostenschweren "Bürgerbeteiligungen" dienten der Gemeinde anscheinend nur als Feigenblatt.

Wir müssen also befürchten, dass uns wie bisher in der so genannten "Programmwerkstatt" von einem von der Gemeinde bezahlten Moderator oder Planer bestimmte und von der Gemeinde bevorzugte Ortsmittenplanungen vorgelegt werden, die bereits jetzt hinter verschlossenen Türen und ohne unsere Beteiligung im Bauamt Planegg so gut wie fest gelegt werden. Ähnlich dem "Martinsrieder Verkehrskonzept", das ja sogar laut Beschluss als anscheinend unveränderbare "Grundlage für die Ortsmittenplanung" dienen soll!



Liebe Leserinnen und Leser,

wir danken Ihnen herzlich für Ihre Mitarbeit. Wir wünschen Ihnen, unserer Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch, den Gemeinderäten und der Planegger Verwaltung eine gesegnete Weihnacht und eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Martinsried im Neuen Jahr.

Ihre
Bürgerinitiative Martinsried e.V.
Dr. Barbara Gutmann Vorsitzende


 

01.12.2011

Noch nie hat die Bürgerinitiative so viele aufgeregte Rückmeldungen bekommen wie auf unser letztes Inserat:

Eine Straßenbahn mitten durch Martinsried!

Einzelne Bürger konnten diese Information, dass die beiden Grünstreifen an Röntgen- und Lena-Christ-Straße mitten im Zentrum von Martinsried für eine Umlandbahn frei gehalten werden sollen, einfach nicht glauben.

Zwar soll diese Umlandbahn nicht heute oder morgen kommen, soll aber anscheinend laut bereits beschlossenem Antrag (s.u.) kommen. Es ist wahr:
Bisher will der Gemeinderat Planegg diese zwei Grünstreifen nicht für die neue Ortsmitte Martinsried frei geben, das hat der Gemeinderat mit folgendem Antrag der Fraktion Gruppe 21/ Die Grünen am 18.11.2010 aktualisiert und mit großer Mehrheit beschlossen:
Der Antrag im Wortlaut:

"Trambahn:
Um die Option einer künftigen Umsetzung eines schienengebundenen Massenverkehrsmittels (Tram oder Stadt-Umlandbahn oder U-Bahnverlängerung) möglichst wenig zu beschränken, ist die bisher dafür schon vorgesehene Ost-West-Achse durch Martinsried weiterhin so freizuhalten, dass keine unnötigen Finanzierungs- und Realisierungshindernisse entstehen…"
Abstimmungsergebnis: Zustimmung 18 , Ablehnung 4


Anmerkung der Bürgerinitiative: Laut Gutachten des Herrn Schneider (Intraplan) vom MVV ist die Kostennutzungsanalyse zur hier erwähnten Verlängerung der U-Bahn nach Planegg extrem schlecht, sodass die U-Bahn schon aus unrentablen Gründen nie nach Planegg verlängert wird.

Warum also sollen diese Grünstreifen immer noch frei gehalten werden?

Für zusätzlichen Durchgangsverkehr: Umlandbahn, Tram, Luftverschmutzung und Lärm mitten im Wohngebiet von Martinsried !

Auch die Martinsrieder Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf eine Ortsmitte mit Nahversorgungszentrum, das attraktiv und gleichzeitig verkehrsberuhigt gestaltet wird. Und dies ist eben nur möglich unter Einbeziehung der beiden Grünstreifen bis zum Eingang zur U-Bahn und im Verbund mit der historischen Mitte um die Kirche St. Martin und die umliegenden Bauernhöfe. Das Büro CIMA berät diesbezüglich die Gemeinde Planegg. CIMA GmbH unterstützt unser Anliegen.

Wir bitten also und fordern den Gemeinderat auf, obigen Antrag zurückzunehmen, damit aus der Ortsmitte von Martinsried trotz bereits eingesparten Städteplanerwettbewerbs doch noch eine bürgerfreundliche und auch einzelhandels-freundliche Ortsmitte werden kann. Großer Vorteil zudem: Da sich die Grünstreifen bereits im Besitz der Gemeinde befinden, ist die Realisierung unsrer Forderung sofort und ohne zusätzliche finanzielle Belastung der Gemeinde machbar.


 

27.10.2011

Grünstreifen im Ortsmittenzentrum

Die Bürgerinitiative Martinsried e.V. informiert:
Die beiden Grünstreifen im Zentrum von Martinsried zwischen Frauenhofer- und Röntgenstraße einerseits und zwischen Lena-Christ-Straße und der alten Großhaderner Straße andererseits bis hin zum Eingang zur neuen U-Bahn gehören zum Zentrum von Martinsried. Hier und im Umfeld soll in Zukunft das Nahversorgungszentrum von Martinsried entstehen. Das von der Gemeinde Planegg beauftragte Beratungsbüro für Orts- und Einzelhandelsentwicklung CIMA unterstützt die Vorschläge der Bürgerinitiative, diese Grünstreifen mit in das Nahversorgungszentrum von Martinsried einzubeziehen. Die Bürgerinitiative Martinsried hat Frau Bürgermeisterin in einem Gespräch gebeten, auf diesen Grünstreifen, die sich erfreulicherweise im Besitz der Gemeinde befinden, in lockeren Abständen Bungalows zu erstellen z. B. für ein Cafe und für Einzelhandelsgeschäfte des täglichen Bedarfs, die bei uns in Martinsried noch fehlen. Gleichzeitig soll eine Verkehrsberuhigung von Röntgen- und Lena-Christ-Straße mit teilweisen Fußgängerzonen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten und wirklich gepflegten Grünanlagen erfolgen - selbstverständlich unter der Voraussetzung von ausreichend erstellten Parkmöglichkeiten. Das gesamte Areal soll attraktiv gestaltet werden, so dass man gerne dort einkaufen geht, und dass man fußläufig leicht seinen Friseur, seinen Apotheker, seine Ärzte und seinen Zahnarzt erreichen kann. Wir werden vom Büro CIMA mit unseren Vorschlägen voll unterstützt.

Frau Bürgermeisterin Annemarie Detsch hat jedoch unsere Vorschläge zu unserem Bedauern abgelehnt: " Diese Grünstreifen werden freigehalten für die Umlandbahn nach Planegg und Germering," so Frau Detsch.

Eine Straßenbahn mitten durch Martinsried!

Wir können nicht glauben, dass so ein Areal, das sich für eine ansprechende und verkehrsberuhigte grün-attraktive Ortsmitte direkt aufdrängt , nun verschleudert und ohne Not mit zusätzlichem Durchgangsverkehr endgültig zunichte gemacht werden soll.

Martinsried wehrt sich.

Wir, die Bürgerinitiative Martinsried, werden uns dafür einsetzen, dass hier eine lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitte entsteht., und dass hier keine Trambahn fährt. Machen Sie mit! T. 0172/8311496

 

27.10.2010

Kommen Sie zur heutigen
Gemeinderatssitzung Planegg Rathaus
Pasinger Str. 8 19.00 Uhr

Und überzeugen Sie sich selbst, wer von den von Ihnen gewählten Gemeinderäten sich auch für die Bedürfnisse der Martinsrieder Bürger engagiert, und wer dies nicht tut!

Tagesordnungspunkt 2: So genanntes "Einzelhandels- und Zentrenkonzept mit Planegger Sortimentsliste": Beratung und Beschlussfassung

Tagesordnungspunkt 5: Martinsrieder Verkehrskonzept: Sachstandsbericht

Wo ist das
Einzelhandelsnahversorgungskonzept
für Martinsried?

Ein Ort mit jetzt schon 4.000 Einwohnern wie Martinsried hat ein Recht darauf, ein eigenes Nahversorgungszentrum zu bekommen, das von den Bürgerinnen und Bürgern fußläufig zu erreichen ist, und das über alle Geschäfte und Dienstleister für den täglichen Bedarf verfügt. Die Tatsache, dass zusätzlich zu den ca. 10.000 Pendlern, die täglich jetzt schon in Martinsried arbeiten, in naher Zukunft auch noch ca. 13.000 Studenten kommen, unterstreicht diese Forderung der Bürgerinitiative.

Das von der Gemeinde in Auftrag gegebene "Einzelhandels und Zentrenkonzept" des Büros CIMA Beratung + Management GmbH, über das heute Abend anscheinend abgestimmt wird, beinhaltet - und das hoffen wir sehr - auch das eigene Nahversorgungskonzept für Martinsried. Jedenfalls konnten wir im Kontakt mit dem Büro CIMA erfreulicherweise feststellen, das das Konzept von CIMA prinzipiell den Forderungen der Bürgerinitiative Martinsried entspricht. Man war sich jedoch nicht sicher, ob auch alles wie vorgeschlagen von der Gemeinde Planegg übernommen würde!

Martinsrieder Bürgerinnen und Bürger
lehnen das Martinsrieder
Verkehrskonzept ab.

Die Martinsrieder möchten nicht durch die dort geplanten Straßensperrungen wie in einem Käfig wohnen, sondern frei alle bisher vorhandenen Aus- und Einfahrtstraßen auch in Zukunft benutzen können. Wir wollen mit dem Campus zusammenwachsen, zum Wohle der Martinsrieder Bürger, zum Wohl des Martinsrieder Gewerbes und der Martinsrieder Dienstleister und damit zum Wohle der ganzen Gemeinde Planegg.

Die Bürgerinnen und Bürger von Martinsried fordern zur neuen U-Bahn eine ausreichende Park&Ride-Anlage mit wesentlich mehr Parkplätzen als den bisher uns wenigsten nachträglich zugestandenen 79 Plätzen.

Martinsrieder Bürgerinnen und Bürger fordern Verkehrsberuhigung für Martinsried. Deshalb muss jetzt endlich die Parallelstraße zur Röntgenstraße hinter den Garagen in Angriff genommen werden, und deshalb darf es auch nicht sein, dass laut bisherigem Martins-rieder Verkehrskonzept immer noch fünf Buslinien durch die Wohn-gebiete in Martinsried fahren sollen - zum neuen Busbahnhof. Die neue Ortsmitte soll keine Bus-Autobahn werden, sondern durch Fußgängerzonen verkehrsberuhigt und für Bürgerinnen und Bürger attraktiv zum Einkaufen gestaltet werden.

Auch hier hoffen wir auf Einsicht und wünschen uns wesentliche Verbesserungen.

 

20.10.2011

Nahversorgungsanalyse für Martinsried

Die umfangreichen Bürgerbefragungen der Bürgerinitiative haben ergeben:

  • Bürgerinnen und Bürger von Martinsried wünschen sich im Ortskern von Martinsried ein Nahversorgungszentrum, das fußläufig erreichbar ist, und in dem alle für den täglichen Bedarf notwendigen Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister zur Verfügung stehen.


  • Gleichzeitig muss die neue Ortsmitte attraktiv und verkehrsberuhigt gestaltet werden, damit sie von den Bürgern angenommen wird, und damit die Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleister und Restaurants auch wirtschaftlich erfolgreich sind.


  • Deshalb fordert die Bürgerinitiative an der neuen U-Bahnendhaltestelle U 6 eine ausreichende Park&Ride-Anlage und den Verzicht auf eine Rundum Parkraumbewirtschaftung in den Wohnvierteln.

folgerichtig lehnt die Bürgerinitiative Martinsried das Konzept des Architekturbüros Basler & Partner ab.

  • Ca. 10.000 Pendler und ca.13.000 neue Studenten und Angestellte der Universität. Martinsried steht vor seiner bedeutendsten Entwicklung:

    Die Bürgerinitiative Martinsried lehnt die Trennung von Campus und Martinsried (Straßensperrungen!) grundsätzlich ab.

    Die Bürgerinitiative fordert das Zusammenwachsen von Campus und Bürgervierteln zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, der Studenten, des Gewerbes und damit der gesamten Gemeinde Planegg.

Die CIMA Beratung + Managment GmbH arbeitet z. Zt. im Auftrag der Planegger Gemeinde an einem Einzelhandelsentwicklungsonzept für Planegg und Martinsried. Wir konnten erfreulicher feststellen, dass dies Konzept prinzipiell den Forderungen der Bürgerinitiative für Martinsried entspricht.

 

06.10.2011

Nahversorgungsanalyse für Martinsried

Die Gemeinde Planegg beabsichtigt, die von Martinsried seit Langem geforderte Ortsmittenplanung in absehbarer Zeit fertig zu stellen. Bürgermeisterin Annemarie Detsch hat versprochen, wie in Planegg am S-Bahnhof-Areal alle Bürgerinnen und Bürger von Martinsried aufzurufen, um an der Planung der Ortsmitte von Martinsried mitzuwirken. Das begrüßt die Bürgerinitiative Martinsried e. V. ausdrücklich.

Mittlerweile allerdings wird das Martinsrieder Verkehrskonzept als Vorgabe für alle Planungen in Martinsried gehandhabt, ein Konzept, an dessen Entstehen die Bürgerinnen und Bürger von Martinsried ausgeschlossen waren. Die Bürgerinitiative lehnt das Martinsrieder Verkehrskonzept als unfunktionell und bürgerfeindlich ab. Begründungen siehe auf dieser Seite in der Rubrik Verkehrskonzept Martinsried. Bisher ist auch noch nicht- wie ansonsten bei so großen Projekten üblich und wie beim S-Bahnhof-Areal in Planegg geschehen - ein Städteplanerwettbewerb ausgeschrieben worden, eine Maßnahme, die wir für ein professionelles Planungsergebnis unbedingt für erforderlich halten.

Die umfangreichen Bürgerbefragungen der Bürgerinitiative haben ergeben, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Martinsried eine Ortsmitte wünschen vornehmlich entlang der quer verlaufenden Röntgen- und Lena-Christ-Straße bis zur U-Bahn-Rampe unter Einbeziehung des historischen Zentrums mit der Kirche St. Martin und Umgebung (Bauernhöfe).

Die moderne Städteplanung - auch für kleinere Orte wie Martinsried - geht davon aus, dass neben einem Großdiscounter , der meist nicht im Zentrum des Ortes, sondern an einer Staatsstraße gelegen ist (in Martinsried AEZ und OBI), für die Bevölkerung ein Einzelhandelszentrum im Ortskern zur Verfügung stehen muss, das die Bürgerinnen und Bürger fußläufig erreichen können - bürger- und seniorenfreundlich.

Dieses Einzelhandelzentrum muss alle Einzelhandelsgeschäfte des täglichen Bedarfs beinhalten, z. B. Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemarkt, Blumenladen, Reformhaus, Metzgerei, Post und Schreibwaren, Optiker, kleine Boutique, Parfümerie, Getränkemarkt sowie auch Dienstleister wie Ärzte, Zahnärzte und Apotheken, usw. Nur wenn man in ein und demselben Zentrum alles für seinen täglichen Bedarf erledigen kann, wird ein Einzelhandelsnahversorgungszentrum auch vom Bürger angenommen. Die Röntgen- und Lena-Christ-Straße incl. dem historischen Ortskern bieten sich in Martinsried für so ein modernes Nahversorgungszentrum hervorragend an.

Selbstverständlich soll so ein Zentrum sowohl attraktiv als auch verkehrsberuhigt gestaltet werden durch Fußgängerzonen, Ruhezonen, Bepflanzungen und funktionstüchtigen Parkraum. Ein kleines Cafe, diverse Restaurants runden dann den Einkauf noch ab.

Wer meint, das würde sich für Martinsried nicht rentieren, wird eines Besseren belehrt, wenn er z. B. den kleinen Ort Rott am Lech (1.300 Einwohner ) oder z. B. Anzing (3.700 Einwohner) genauer betrachtet, nur zwei Beispiele unter vielen. Dort rentieren sich die Nahversorgungszentren sehr wohl. Die Fachfirma CIMA hat für Anzing eine hervorragende Nahversorgungsanalyse ins Internet gestellt, www.cima.de./ Anzing, die es sich lohnt zu lesen. Martinsried verfügt immerhin über 4.000 Einwohner und 10.000 Pendler, die täglich in Martinsried arbeiten und in baldiger Zukunft zusätzlich 13.000 Studenten und Angestellte.

In dieser Entwicklung steckt ein hohes Potential für das erfolgreiche Martinsrieder Einzellhandelsnahversorgungszentrum. Laut Aussagen von Frau Bürgermeisterin Annemarie Detsch arbeitet die gleiche Firma CIMA z. Zt. an einer Einzelhandelsanalyse für Gesamtplanegg.

Ein Gemeinderat aus Planegg hat allerdings seinerzeit erklärt:

"Wir wollen doch gar nicht, dass die Martinsrieder in Martinsried einkaufen, sondern bei uns in Planegg!"

Sollte eventuell diese bisher übliche Vorgehensweise für die Planung der Martinsrieder Ortsmitte immer noch aktuell sein?


Wir hoffen, dass diese Sichtweise nun der Vergangenheit angehört, hat doch Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch selbst versprochen, dass die Martinsrieder Bürger bei allen sie betreffenden Planungen mitwirken können.
Somit bitten wir die Bürgermeisterin Frau Detsch, den Planegger Gemeinderat und seine Verwaltung, uns bei dieser Nahversorgungsanalyse der Firma CIMA mit einzubeziehen bevor die Analyse abgeschlossen ist.

Die engagierten Bürgerinnen und Bürger von Martinsried haben seit vielen Jahren viel Wissen über die Bedürfnisse von Martinsried angesammelt. Auf diesen Wissensschatz sollte die laufende CIMA-Analyse nicht verzichten.

 

15.09.2011

Der Architektenwettbewerb

für die Planung des Bahnhofsareals in Planegg "hat viele Ideen gebracht", dies ist die einhellige Meinung des Gemeinderates Planegg wie auch der Presse (SZ vom 9.9.2011 Rainer Rutz).

Martinsried steht eine gewaltige Ortsentwicklung bevor, die voraussichtlich bereits 2012 in Angriff genommen wird: Die neue U-Bahnendhaltestelle der U 6, eine Ortsmitte-Planung, neues und umfangreiches Gewerbeaufkommen an der Bunsenstraße und in der neuen Ortsmitte, ein noch fehlendes funktionstüchtiges Verkehrskonzept, eine ausreichende Park & Ride-Anlage für die U-Bahn, ein Busbahnhof. Schon jetzt fahren täglich 4.000 Studenten und Angestellte in den Campus und in Zukunft werden durch die geplante Erweiterung der LMU ca. 13.000 Studenten und Angestellte hinzukommen. Schon jetzt verfügt Martinsried über ca. 10.000 Pendler in die Gewerbegebiete.

Die Gesamtplanung von Martinsried ist also eine Herkulesaufgabe und kann nur gelingen, wenn man sie mit Weitblick und professioneller Vorgehensweise angeht.

Dazu gehört zu allererst ein Architektenwettbewerb, wie er in Planegg für das Bahnhofsareal anscheinend ohne Diskussion selbstverständlich war.



Auch in Martinsried darf nicht an falscher Stelle gespart werden. Schließlich gehört Planegg nicht zu den armen Kommunen. ( Planung einer zweiten Tiefgarage an der Bahnhofstraße, das feudale Kupferhaus, das großzügige Familienzentrum ausgestattet mit einer eigenen Mensa und vieles andere).

Zu dieser Gesamtplanung gehört, und das ist üblich, auch eine Verkehrsplanung. Wird diese nicht im Zusammenhang mit der gesamten Ortsplanung erstellt , kann die Verkehrsplanung nicht funktionieren. Das beste Beispiel dafür ist das von der Gemeinde in Auftrag gegebene und bereits vom Gemeinderat beschlossene

Martinsrieder Verkehrskonzept.

Die Bürgerinitiative Martinsried lehnt das Martinsrieder Verkehrskonzept des Büros Basler & Co. ab

  • weil es nicht im Zusammenhang mit einer Ortsmittenplanung erstellt wurde und schon allein deshalb nicht funktionieren kann. Ortsplanungen müssen laut Auskunft der Bayerischen Architektenkammer immer mit gleichzeitigen Verkehrsplanungen einhergehen.


  • weil es keine Alternativen enthält, sondern nach den Vorgaben der Gemeinde entstanden ist, weil es also ohne jeden Ideenwettbewerb von verschiedenen Planern und damit unprofessionell entstanden ist.


  • weil die Bürgerinnen und Bürger hier mit einem allumfassenden Parkraumbewirtschaftung konfrontiert werden und ihre Parkplätze vor der Wohnung nicht mehr frei benützen können.


  • weil die Geschäfte in Martinsried, die Gewerbetreibenden, die Dienstleister und Freiberufler nicht mehr frei über Ihre Parkplätze vor ihren Unternehmen verfügen können.


  • weil die Straßen in den Wohnvierteln von Parkplatz suchenden und parkenden Autos verstopft werden, weil nur 79 Parkplätze für die neue U-Bahn-Endhaltestelle gebaut werden.


  • weil Martinsried im Martinsrieder Verkehrskonzept aufgeteilt wird in den verkehrsmäßig bevorzugten Ortsteil Campus und den benach-teiligten Ortsteil der Martinsrieder Wohn- und Gewerbeviertel.


  • weil Martinsrieder Bürgern dann nur noch ein einziger Straßenzug zur Verfügung steht, nämlich die Röntgen- und Frauenhoferstraße, da die Großhaderner Straße, der Klopferspitz und die Lochhamer Straße im Martinsrieder Verkehrskonzept für den Autoverkehr gesperrt werden.


  • weil die Bürgerinnen und Bürger von Martinsried sich nicht in einen Käfig einsperren lassen wollen, sondern im Gegenteil zusammenwachsen wollen mit dem Campus, was auch den Geschäften, Gaststätten und Dienstleistern in Martinsried und damit der gesamten Gemeinde Planegg zugute kommt.


  • weil im Martinsrieder Verkehrskonzept zu viele Busse durch die Wohngebiete von Martinsried fahren, die man auch durch den Campus leiten und dort parken lassen kann. Der Campus jedoch wird von Autoverkehr, Busverkehr und Busparken so gut wie völlig verschont auf Kosten von Martinsried.


  • weil das Martinsrieder Verkehrskonzept am 20. Oktober 2010, als es im Kupferhaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, von den Martinsrieder Bürgerinnen und Bürgern massiv k ritisiert wurde und in seinen Grundaussagen in zahlreichen Wortbeiträgen und von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt wurde, was aber leider in der Gemeinde so gut wie keine Berücksichtigung fand.


  • weil es viele Gründe mehr gibt, weswegen das Martinsrieder Verkehrskonzept nur mit einer schlechten Note bewertet werden muss.
Ortsmitte und Verkehr müssen auch laut Auskunft der Bayerischen Architektenkammer jeweils zusammen geplant werden, da ansonsten die Planungsqualität ersichtlich leidet. Das beste Beispiel dafür ist das Martinsrieder Verkehrskonzept.

Wir fragen uns weiter: Wo ist eigentlich die viel gepriesene und versprochene Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in das Planungsvorhaben der Ortsmitte von Martinsried, wenn ein Großteil dieser Planung, nämlich die Verkehrsplanung, bereits ohne Beteiligung der Bürger als vorgegebene und im Gemeinderat bereits beschlossene Grundlage für die Planung der Ortsmitte definiert ist?


Die Bürgerinitiative Martinsried ist der einzige eingetragene Verein, der per Telefon und Internet eine Bürgerbefragung über Ortsmitte und Verkehr in die Wege geleitet hat . Deshalb ist sie auch legitimiert, relevante Aussagen über eine sich abzeichnende vorherrschende Meinung der Bürger zu treffen. Wir werden diese Bürgerbefragung fortsetzen, und bereits jetzt sich abzeichnende Tendenzen dem Gemeinderat und der Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch als Wünsche der Bürgerinnen und Bürger unterbreiten.

Als eindeutige Sofortmaßnahme zur Entlastung der Röntgenstraße zeichnet sich der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger ab, hinter den Garagen eine gemeindliche Parallelstraße zur Röntgenstraße zu bauen, diese durch den Wall hindurch auf die Frauenhoferstraße zu führen und dann erst Nähe Feinkost Schrittenlochner in die Lochhamer Straße einführen zu lassen, und natürlich die Lochhamerstraße nicht zu sperren. Diesen Vorschlag (Sillatlösung) haben wir bereits im Jahr 2009 veröffentlicht.

Es kann nicht sein, dass der Bevölkerung angekündigt wird, man würde die Bürger in die Planungen mit einbeziehen, indem man ein paar wenigen "Auserwählten", deren konziliante Einstellung man kennt, das Vorhaben der so genannten "Programmwerkstatt" vorstellt und absegnen lässt.

Die Bürgerinitiative fordert sowohl bei der Verkehrs- als auch bei der Ortsplanung von Martinsried eine ehrliche und tatsächliche Bürgerbeteiligung für alle interessieren Bürgerinnen und Bürger von Martinsried.

 

11.08.2011

Ortsmitte-Planung Martinsried

Die Bürgerinitiative Martinsried informiert: Am 28.Juli 2011 hat der Gemeinderat Planegg einstimmig einen Beschluss zur Ortsmitte-Planung in Martinsried gefasst:
Danach dient das Martinsrieder Verkehrskonzept des Büros Basler & Co., das bereits voriges Jahr im Rat beschlossen wurde, als Grundlage für alle weiteren Planungen für unsere Ortsmitte.

Die Bürgerinitiative Martinsried lehnt das Martinsrieder Verkehrskonzept des Büros Basler & Co. ab,
  • weil es nicht im Zusammenhang mit der Ortsmitte-Planung erstellt wurde und schon allein deshalb nicht funktionieren kann. Ortsplanungen müssen laut Auskunft der Bayerischen Architektenkammer immer mit gleichzeitig notwendigen Verkehrsplanungen einhergehen.


  • weil es keine Alternativen enthält, sondern nach den Vorgaben der Gemeinde entstanden ist, weil es also ohne jeden Ideenwettbewerb verschiedener Planer entstanden ist.


  • weil die Bürgerinnen und Bürger hier mit einer allumfassenden Parkraumbewirtschaftung konfrontiert werden und ihre Parkplätze vor der Wohnung nicht mehr frei benützen können.


  • weil die Geschäfte in Martinsried, die Gewerbetreibenden, die Dienstleister und Freiberufler nicht mehr frei über Ihre Parkplätze vor ihren Unternehmen verfügen können.


  • weil die Straßen in den Wohnvierteln von Parkplatz suchenden und parkenden Autos verstopft werden, weil nur 79 Parkplätze für die neue UBahn-Endhaltestelle gebaut werden.


  • weil Martinsried im Martinsrieder Verkehrskonzept aufgeteilt wird in den verkehrsmäßig bevorzugten Ortsteil Campus und den benachteiligten Ortsteil der Martinsrieder Wohn- und Gewerbeviertel.


  • weil Martinsrieder Bürgern nach draußen dann nur noch ein einziger Straßenzug zur Verfügung steht, nämlich die Röntgen- und Frauenhoferstraße, da die Großhaderner Straße, der Klopferspitz und die Lochhamer Straße laut Martinsrieder Verkehrskonzept für den Autoverkehr gesperrt werden.


  • weil die Bürgerinnen und Bürger von Martinsried sich nicht in einen Käfig einsperren lassen wollen, sondern im Gegenteil zusammenwachsen wollen mit dem Campus, was auch den Geschäften, Gaststätten und Dienstleistern in Martinsried und damit der gesamten Gemeinde Planegg zugute kommt.


  • weil im Martinsrieder Verkehrskonzept zu viele Busse durch die Wohngebiete von Martinsried fahren, die man auch durch den Campus leiten und dort parken lassen könnte. Der Campus jedoch wird von Auto-, Busverkehr und Busparkern so gut wie völlig verschont auf Kosten der Wohnviertel von Martinsried.


  • weil das Martinsrieder Verkehrskonzept am 20. Oktober 2010, als es im Kupferhaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, von den Martinsrieder Bürgerinnen und Bürgern massiv kritisiert wurde und in seinen Grundaussagen in zahlreichen Wortbeiträgen abgelehnt wurde, was aber leider in der Gemeinde so gut wie keine Berücksichtigung fand.


  • weil es viele Gründe gibt, weswegen das Martinsrieder Verkehrskonzept nur mit einer schlechten Note bewertet werden muss.
Ortsmitte und Verkehr müssen auch laut Auskunft der Bayerischen Architektenkammer jeweils zusammen geplant werden, da ansonsten die Planungsqualität ersichtlich leidet. Das beste Beispiel dafür ist das Martinsrieder Verkehrskonzept.

Wir fragen uns weiter: Wo ist eigentlich die viel gepriesene und versprochene Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in das Planungsvorhaben der Ortsmitte von Martinsried? Wenn ein Großteil dieser Planung, nämlich die Verkehrsplanung, ohne Beteiligung der Bürger vom Gemeinderat bereits und als Grundlage für die Planung der Ortsmitte bereits vorgegeben ist?


   Die BIM ist der einzige eingetragene Verein, der per Telefon und Internet bereits eine Bürgerbefragung über die Ortsmitte und den Verkehr in die Wege geleitet hat . Deshalb ist sie auch legitimiert, relevante Aussagen über eine sich abzeichnende vorherrschende Meinung der Bürger zu treffen. Wir werden diese Bürgerbefragung fortsetzen, aber bereits jetzt die sich abzeichnenden Tendenzen dem Gemeinderat und der Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch als Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger unterbreiten.

Als eindeutige Sofortmaßnahme zur Entlastung der Röntgenstraße zeichnet sich der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger ab, hinter den Garagen eine gemeindliche Parallelstraße zur Röntgenstraße zu bauen, diese durch den Wall hindurch auf die Frauenhoferstraße zu führen und dann erst Nähe Schrittenlochner in die Lochhamer Straße einmünden zu lassen, und natürlich die Lochhamerstraße nicht zu sperren. Diesen Vorschlag haben wir bereits im Jahr 2009 veröffentlicht (Sillatlösung).

Es kann nicht sein, dass man der Bevölkerung vorgaukelt, man würde die Bürger in die Planungen mit einbeziehen, indem man ein paar wenigen "Auserwählten", deren konziliante Einstellung man kennt, das Vorhaben der so genannten "Programmwerkstatt" vorstellt und absegnen lässt.

Somit bittet die Bürgerinitiative und fordert die Gemeinde auf:
  1. Wie beim S-Bahnhofareal Planegg einen Ideenwettbewerb für die Ortsmitte und dazugehöriger Verkehrsplanung einzuleiten, um professionelle Ideenvielfalt und damit Qualität in das Planungsergebnis zu bekommen.
  2. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger tatsächlich und zwar sowohl bei der Verkehrs- als auch bei der Ortsplanung zu beteiligen und deren Wünsche in die Planungen mit einfließen zu lassen.
Denn nur die Bürgerinnen und Bürger, die vor Ort leben, erfahren täglich hautnah, welchen Verkehr und welche Ortsmitte Martinsried wirklich braucht.

 

26.05.2011

Verkehrs- und Ortsmitte-Planung für Martinsried

Nun liegen die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs für das Bahnhofareal in Planegg inklusive die dazugehörige Verkehrsplanung vor. 32 Teilnehmer durften sich daran beteiligen. Die Gemeinde hatte den Architekten viele Vorgaben, darunter eine Tiefgarage mit auf den Weg gegeben. Man will Investoren gewinnen.

Auch der Ortsteil Martinsried soll - zum ersten Mal - eine Ortsmitte- und Verkehrsplanung bekommen. Die Bürgermeisterin, Frau Annemarie Detsch hat versprochen, wie in Planegg auch hier alle Bürgerinnen und Bürger aufzurufen, um an der Planung dieser Ortsmitte mitzuwirken. Das begrüßt die Bürgerinitiative Martinsried e.V. ausdrücklich. Martinsried beherbergt fast 40% der Einwohner von Gesamtplanegg. In Martinsried werden bereits jetzt mindestens 60% der Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde erwirtschaftet. Martinsried bekommt demnächst eine neue U-Bahn, nämlich die Endhaltestelle der U 6. Martinsried ist international bekannt als Wissenschafts- und Forschungszentrum für Biologie. In den kommenden Jahren wird Martinsried zusätzlich ca. 12.000 Studenten und Angestellte in den neu zu erstellenden Gebäuden der Ludwig-Maximilian-Universität täglich aufnehmen. Martinsried wird also mehr und mehr auch international - jeder Biologe in den USA kennt den Namen Martinsried - an Bedeutung gewinnen. Dieser viel versprechenden Zukunft müssen wir Rechnung tragen.

Und es ist die Chance für Martinsried. Der Ortsteil kann durch die neue U-Bahnendhaltestelle an Attraktivität und Lebendigkeit gewinnen. Dazu gehört einerseits ein umfassendes Angebot an Geschäften, Restaurants bzw. Cafes, andererseits muss aber auch bei den zukünftigen Planungen mehr Rücksicht auf die Bewohner, auf die Fußgänger und Radfahrer genommen werden, d.h. das Radnetz muss ausgebaut werden, und Geschäftszonen müssen ausgewogen abwechseln mit ansprechenden und gepflegten Ruhezonen, z. B. Fußgängerbereichen. Wir sind der Meinung, dass der Wissenschaftscampus an diesem lebendigen und attraktiven Martinsried in Zukunft teilhaben soll, wir wollen zusammenwachsen zum Vorteil der Bürger, der Studenten und des Martinsrieder Gewerbes.

Martinsried befindet sich an einem Scheidepunkt. Keinesfalls darf so wie bisher ohne jegliche Gesamtplanung für Martinsried weiter verfahren werden. Um ein vernünftiges Ergebnis zu bekommen, erwartet die Bürgerinitiative Martinsried folgende Rahmenbedingungen:
  • Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Planungen


  • Ortsmittegestaltung gleichzeitig mit der dazugehörigen sinnvollen Verkehrsplanung


  • Keine Zweiteilung in Campus und Wohn- bzw. Gewerbegebiete


  • Beauftragung eines Architektenwettbewerbs wie am Bahnhofsareal in Planegg


  • Einsschaltung von Investoren


  • Ausgewogene Planung von Ruhe- (z.B. Fußgängerbereiche) und Geschäftsflächen in der Ortsmitte-, verkehrsberuhigte Ortsmitte


 

19.05.2011

Pressemitteilung der
Bürgerinitiative Martinsried e. V.

Die Planung der Ortsmitte von Martinsried wird laut Bürgermeisterin Frau Annemarie Detsch (SPD) noch im laufenden Jahr angegangen. Dies geht aus dem ausführlichen Gespräch hervor, das die Bürgerinitiative Martinsried (BIM) mit Frau Annemarie Detsch im Rahmen einer Bürgersprechstunde in Martinsried führte.

Auf weitere Anfrage der Vorsitzenden Frau Barbara Gutmann und der anwesenden Mitglieder der BIM verlaufen auch die Gespräche der Gemeinde Planegg zur Lösung des Park & Ride Problems an der neuen U-Bahnendhaltestelle in Martinsried sehr konstruktiv.

Die Bürgerinitiative ist allerdings nach wie vor der überzeugung, dass nur der Bau einer Tiefgarage mit einer Zufahrt nur von der Würmtalstraße Martinsried vom Zufahrtsverkehr zur neuen U-Bahnendhaltestelle verschonen könnte.

Dennoch begrüßt sie ausdrücklich die intensiven Bemühungen von Frau Bürgermeisterin Annemarie Detsch (SPD), nach Möglichkeiten für eine oberirdische Park & Ride Anlage zu suchen. Bereits im letzten Jahr hat die Bürgerinitiative Einwendungen bei der Regierung von Oberbayern erhoben gegen die Verlängerung der U 6 nach Martinsried, sofern nicht gleichzeitig eine ausreichende Park & Ride Anlage erstellt wird.

Ferner haben wir bei der Regierung von Oberbayern eine öffentliche Anhörung zum Thema Parkplätze beantragt. Laut Aussage von Frau Detsch wird diese Anhörung voraussichtlich im Kupferhaus statt finden. Die Regierung von Oberbayern wird dazu in Form einer öffentlichen Bekanntmachung einladen.

Das ausführliche Gespräch mit Frau Detsch verlief harmonisch, konstruktiv und außerordentlich zielführend für eine gute und bessere Zukunft von Martinsried. Die Bürgerinitiative Martinsried konnte den Eindruck gewinnen, dass die Bürgermeisterin wirklich daran interessiert ist, in einem offenen Dialog konstruktiv mit der Bürgerinitiative umzugehen. Frau Detsch versprach, für die Planung der zukünftigen Ortsmitte Martinsried eine ähnliche Bürgerbeteiligung einzurichten, wie sie das beim S-Bahnhof-Arial in Planegg in die Wege geleitet hatte. Die Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger von Martinsried bei allen wesentlichen Planungen war immer eine Hauptforderung der Bürgerinitiative. Somit begrüßen wir diese Zusage ausdrücklich.

Wir werden die Planung der Ortsmitte gerne begleiten. Dazu rufen wir die Bürgerinnen und Bürger von Martinsried, sowie alle aktiven Gruppen auf, mit der Bürgerinitiative in Kontakt zu treten und gemeinsam Vorschläge für die Ortsmitte zu erarbeiten.

Wir nehmen gerne ihre Wünsche und Vorschläge entweder
per E-mail info[at]buergerinitiative-martinsried.de
oder per Telefon T. 0172/ 831 14 96 entgegen.

 

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